Esperanza Team Dubai — St. Ernburg

Esperanza Team Dubai — St. Ernburg

0 - 2
Spielzeit

Spielberichte

 

Esperanza Team Dubai

 

 

St. Ernburg

 

 

Da kann es kalt sein wie es will. Sternburg schmeckt trotzdem nicht.

 

Es ist wieder Hochschulliga und es ist kalt. Sehr kalt. Die in den Emiraten für ihre großartige Vorsaison gefeierten Scheichs hatten nach einer kurzen Vorbereitung ihren Kader mit weiteren Starspielern verstärkt und gingen nach kurzer Ansprache siegessicher gegen St. Ernburg ins Eröffnungsspiel. Was für eine kalte Dusche sie da erwartete, wussten sie zu dem Zeitpunkt noch nicht. In den ersten Minuten wogte das Spiel hin und her und die Kameltreiber:innen erspielten sich leichte Vorteile. Für den ersten Aufreger sorgte indes ein Elfmeterpfiff des Schiedsrichters nachdem Timo von hinten in die Beine getreten wurde. Der sichere Schütze Abra wurde bei der Ausführung des Strafstoßes allerdings davon überrascht, dass im Kühlschrank an der Grubenstraße ein steifer Nordwind wehte, weshalb sein Schuss gegen den Pfosten klatschte. So ging es mit einem torlosen Unentschieden in die Halbzeitpause, mit dem keines der Teams so recht zufrieden sein konnte.

Nach der Pause erspielten sich die Sternis ein Chancenplus und belohnten sich mit einem fiesen Aufsetzer für den Aufwand. Torhüter Malsch beschrieb die Flugbahn des Balls wie folgt: „Das Scheißding hat ja dreimal die Richtung gewechselt!“ Esperanza wurde kalt erwischt und konnte sich nicht wirklich von dem Schock erholen. Viele lange Bälle wurden nach vorne geschlagen, was zu mehr oder weniger gefährlichen Möglichkeiten führte. Wo Esperanza die letzte Konsequenz vermissen ließ war der Gegner klarer und nagelte einen Freistoß traumhaft in den linken Winkel. Was für ein geiles Tor. Das einzige wirklich schöne an einem zerfahrenen und teils überhart geführten Spiel. Abschließend muss man sagen, dass das Ergebnis so schon in Ordnung geht. Bleibt zu hoffen, dass es im nächsten Spiel besser läuft, sonst geht der Scheich auf Einkaufstour.

 

 

 

„Es war der 4. April als der Meister von Kerze zurechtgewiesen wurde“

Demütig betraten die Spieler von St. Ernburg den Kumstrasenplatz in der
Grubenstrasse. Denn wirft man einen Blick auf Hochwchulligahistorie,
sowie die Statistiken scheinen die Kräftevervhältnisse eindeutig
geklärt. Während Esperanza Team Dubai – die ungeschlagenen Meister der
letzten Saison – mit breiter Brust und einem entsprechenden
Selbstbewusstsein aufspielen, blicken die Biertrinker*innen von Ernburg
auf eine von Misserfolgen geprägte, demoralisierende Wintersaison 2021.
Die Highlights wurden nicht auf dem Fussballplatz, sondern an der
Bierbrücke manifestiert. Das Resultat stundenlanger
Spielnachbesprechungen und taktischen Gedankenspielchen, sowie der
daraus gewonnene Teamgeist, konnte sich für die treuen Fans sehen
lassen. „Das Spiel war von der ersten Minute an bis zu dem 2:0 auf einem
enorm hohen Niveau, danach wurde nur noch gebolzt“, hielt der ehemalige
Mittelfeldmotor Paul Schubert nach dem Spiel fest.
In einer ersten hart umkämpften Halbzeit, musste der souverän agierende
Referee, aufgrund des beidseitig körperlich betonten Spiels die
Trillerpfeife oft in den Mund nehmen, Spieler ermahnen, gelbe Karten
zücken und den Ball sogar auf den 9 Meter-Punkt legen – die Chance für
Esperanza! Allerdings hat Neuzugang Loui R. die Offensivwaffe und den
9-Meterschütze der Meistermannschaft Abraham K. Tikabo im Vorfeld des
Strafstoßes intensiv in seinem trickreichen Spiel gestört, sodass der
verunsicherte Schütze den Ball nicht im Tor versenken konnte. Der
Pfostentreffer schien der perfekte sogenannte Hallo-Wach-Moment für das
Teams mit den hässlichsten Trikots der Liga, denn „hätte der gesessen,
wärt ihr mit 3:0 vom Platz gegangen“, so Beobachter Schubert. Die
Zuschauer*innen rund um Schubert konnten das Team weiter beflügeln. In
der zweiten Halbzeit zeigt sich vor allem, dass sich die Neuzugänge
innerhalb kürzester Zeit in das Mannschaftsgefüge integrieren konnten
und haben sich als eindeutige Bereicherung fürs Team herausgestellt. Der
erste Treffer des Spiels wurde vom quirligen Offensivneuzugang Jakob
erzielt. So war es kurz nach Wiederanpfiff, gehen wir von fünf Minuten
aus, als es klingelte. Noch frisch in der Hochschulliga, aber einfach
direkt im Spiel, gar mitten im Leben, knallte er das Ding aus 12,6
Metern in die Maschen. Jubel… noch nicht grenzenlos. Denn nur zwei
Minuten später kam es, im Affekt des Fluchtlichts unter dem die Fans
ihre Existenz zelebrierten, zum Rausch, zur Ekstase. Es gibt die
Wärmequelle: „Kerze“, und es gibt den Fußballer: „Kerze“. Es war dann
also der 4. April als der Meister vom Fußballer aus Gera, alias „Kerze“,
zurechtgewiesen wurde. Das Tor ein Strahl von einem Schuss, der bewies,
dass diese Welt einiges zu bieten hat. Wenige Sekunden später der
Jubel… Dieses Mal: grenzenlos. Kerze deshalb Spieler des Spiels, aber
das Team, Team des Spiels. In diesem Sinne, im Sinne einer Teamleistung,
kämpfte Ernburg, sichtlich von Joints und Zigaretten gezeichnet, Minute
um Minute den Sieg. Gerade die Leistung des Keepers, ebenfalls in der
Jugend von Gera groß geworden, stach hier heraus. Nun, es gilt dann noch
zu erwähnen, dass in dieser wahrlich phantastischen Partie ein ums
andere Mal, meist aufgrund von Ego, oder Maskulinität Gelb gezückt wurde
– Geschichten, die der Herrenfußball schreibt. Ganz zum Abschluss lässt
sich resümieren, die HSL-Stars von Esperanza konnten den hohen
Erwartungen nicht gerecht werden, was die Ernburger gnadenlos ausnutzen.

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Tore
0
0
Eigentore
0
0
Gelbe Karten
0
0
Gelb-Rote Karten
0
0
Rote Karten
0
0